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KLICKEN zum vergroessern. Paul Gauguin in Polynesien

Inspiriert von den Schilderungen Pierre Lotis und nach einem kurzem Intermezzo mit van Gogh, traf Paul Gauguin  im Jahre 1891 in Tahiti ein, da es ihm gelungen war,fuer eine offizielle Mission der Frz. Regierung einzureisen. Er kam nach Tahiti um sein inneres Empfinden mit seiner Kunst in Einklang zu bringen : « dort werde ich in der Stille der Tropischen Naechte die sanfte Musik hoeren, die mein Herz mir zufluestert ».

Gauguin ist eine einmalige Persoenlichkeit, die sich zu einem der beruehmtesten Kuenstler entwickelte, der sich  bermuehte, einen neuen Weg zu finden, da " er das Ende des Impressionismus spuerte"; Er war ein Einzelgaenger, der Realitaet und Literatur, Mythos und Geschichte verwechselte und, der seine Mitmenschen meidete um so die Quellen der pripitiven Kunst wiederzufinden und das heilige bei den Ma'ohis. Seine zweifelhafte Rolle machte ihn zur Legende, die schon zu seiner Lebzeit anfing und die sich nach seinem Tot immer grossartiger entwickelte.

 
 Die Akte Paul Gauguin

 

Entdeckung von Tahiti
Die Emotionen uebermitteln
Die Marquesas
Ein Vorgaenger der Modernen Kunst
Tahiti war seine Eingebung
Museum und Grab

 

 Bitte das Album der
Bilder Gauguins ansehen

 


Die Akte Paul Gauguin

 

KLICKEN zum vergroessern.Die Entdeckung von Tahiti
Sein erster Aufenthalt von zwei Jahren (von 1891 bis 1893) diente der Nachforschung, die es ihm spaeter erlaubte eine neue Art der Kunst zu entwickeln, die auf das alltaegliche Leben in Tahiti und der Polynesischen Mthologie basiert war. Er lebte in Mataiea mit der Tahitianerin Tehaamana, sammelte viele Notizen und Zeichnungen, geschnitzte Hoelzer und Photographien und 1892 entstand l die alte Kultur der Ma'ohi ». Er lebte in einem Dorf, dessen Einwohner waren seine Modelle, erbemuehte sich wirklich ihren melancholischen und traeumerischen Ausdruck weiterzugeben, indem er das einfache Leben wieder aufrischte

Bei seiner Heimkehr nach Paris interessierten sich die jungen Kuenstler fuer seine 19 Bilder, da sie urspruenglich waren, dekorativ in der Zusammenstellung, kraeftige Farben, die den Seelenzustand und nicht die Realitaet ausdrueckten. Einige seiner alten Freunde, wie z. B. Degas, lieben die Bilder von Gauguin, andere wie Monet und Renoir finden sie schlecht. Pissaro findet, dass es fuer einen zivilisierten Menschen nicht edel ist die Mythen von Ozeanien auszubeuten, die er fuer ihn barbarisch waren.

Die Emotionen uebermitteln
Gauguin kuemmerte sich nicht um die Kritiken und gab an, dass sein Werk die Frucht vieler Ueberlebungen und der Meditation war : "so wie ich die Linien und Farben arrangiere, entstehen Sumphonien,, die Harmonien , die nichts darstellen, absolut nichts im Waren Sinn des Wortes : sie stellen keine Idee da, aber sie muss sum Denken anleiten so wie die Musik zum Denken bringt, ohne der Hilfe jeglicher Ideen oder Bildern, nur durch den mysterioesen Gleichklang, der sich zwischen unseren Gehirnen und diesen Arrangement von Farben oder Linien bildet.  » Zum Thema Impressionisten erklaerte Gauguin : «  sie studieren die Farben, sie suchen den dekorativen Effekt, doch ohne jegliche Freiheit, sie behalten die Fesseln des Gleichklangs. Sie suchen rundherum und nicht in der Mitte der Mysterien des Denkens. Sie sind die Offiziellen von Morgen. "

Im Jahre 1895 kehrt Paul Gauguin nach Tahiti zurueck; er laesst sich in Punaauia nieder und teilt sein Leben mit einem jungen Maedchen von 14 Jahren: Pauura; doch leider findet er nicht mehr die schoene Vergangenheit von Mataea wieder. Krank, in Vaiami hospitalisiert, denkt er an Selbstmord; doch selbstsam, seine Werke zeigten noch nie eine so grosse innere Zufriedenheit ; ueber sein Bild Nave nave mahana, glueckliche Tage (1896) schreibt er : « das Leben in der Frischluft tut gut, doch in den vergessenen Baechen fluestern die Frauen in einem riesigen Palast, der von der Natur selbst dekoriert wurde: er enthaelt allen Reichtuemern von Tahiti. Von dort kommen alle diese phantastischen Farben, die Luft, die entflammt und docjh gedaempft ist, ganz leise. ». Im Jahre 1897 malt er sein Bild « Nevermore », eine gelungene Zusammenstellung nach Françoise Cachin, die folgendes schreibt : « Gauguin het mit Nevermore ein grosses klassisches Werk geschaffen, welches sein Tahitianisches Modell in der Linie der Werke einreihte, die er so sehr liebte : die grossen Odalisken von Ingres oder Olympia von Manet  »

KLICKEN zum vergroessern.Die Marquesas
Von 1901 bis zu seinem Tod am 8. Mai 1903 lebte er auf den Marquesas, in Atuona an der Suedkueste von Hiva Oa. Er lebte mit einer ju ngen Gefaehrtin: Marie-Rose, baute ein Haus auf Stelzen" la maison du jouir = das Haus der Freude ", wo es ein Atelier fuer die Bildhauerei gab, ein Esszimmer, eine Kueche und auf der Etage ein Zimmer und ein grosses Atelier. Dieses Haus war bemerkenswert durch fuenf geschnitzte Pannaele und zwei Statuen, die die Eingangstuer einrahmten. Hier malte er ueber zwanzig Werke in praechtigen farben. Auf den Marquesas wurde er immer mehr zum Aussenseiter; er fuehrte die Einheimischen an keine Steuern mehr zu zahlen, ihre Kinder nicht mehr zur Schule zu schicken, die ihnen doch nur das Boese beibringen wuerde. Er schrieb auf sein Haus "Te faruru" : hier wird geliebt. Er starb im Alter von 57 Jahren in voelliger Armut.

Ein Vorgaenger der Modernen Kunst
Gauguin suchte schon immer das Geheimnis der exotischen Gefilden; er versuchte durch den Kontakt mit den Kraeften der Natur die Quellen seines inneren Lebens zu entdecken : « die Barbarei ist fuer mich ein Jungbrunnen » sagte er. Gaugin war ein Vorgaenger, er bereitete den Weg fuer die Moderne Kunst vor, besonders dem Fauvismus und Kubismus durch eine andere Umgebung, durch Formen und der Gewalt der Farbe. Er war sich voellig bewusst, dass Pissarro ihn in die Kunst eingeweiht hatte; er entfernte sich von den Einfluessen des Impressionismus, brach mit der genauen Darstellung, er malte nicht mehr nach, er gibt Anregungen. Stéphane Mallarmé war hingerissen, dass es moeglich war : « so viel Mysterien in solch einer Pracht auszudruecken ».

Die Aere des Post-Impressionismus fing mit Gauguin an, der den Weg des Kuenstlers zeigt, der sich zwingt sich von den Traditionen zu befreien und sogar vom Impressionismus : « Man musste sich mit Herz und Seele zum kampf vorbereiten, gegen alle Schulen fechten, sie nicht zu erniedrigen, doch mit etwas anderen, nicht nur mit den Offiziellen kaempfen, doch auch mit den Impressionisten, den Neo-Impressionisten, dem alten und dem neuen Publikum; die staerksten absrakten Formen den Kampf erklaeren, fuer alles Verbotene zu sein und mit mehr oder weniger Glueck, ohne Angst zu uebertreiben, wiederaufbauen. Neues lernen, einmal verarbeitet, alles Schuechterne ueberwinden, was auch immer Laecherliche herauskommen mag. Vor seimem Maleresel ist der Kuenstler kein Sklave der Vergangenheit, der Zukunft, der Gegenwart, der Natur oder auch nicht des Nachbarn. Er ist er selbst, immer er selbst. »

KLICKEN zum vergroessern.Tahiti war seine Inspiration
Gauguin, der wie ein Visionaer erscheint, blieb jedoch fuer eine lange Zeit unverstanden. Indem er Tahiti aussuchte und die Marquesas, traf er sein Ideal; er war einer von denen, die dem alten Laendern erlaubte eine neue Art von unentdeckten Kunstrichtungen kennenzulernen. Durch seinen Mut und Willenskraft wurde er nicht eingeengt, doch er wurde durch seine Werke der Pionnier des modernen Geistes: folglich sind seine Werke auch heute noch lebendig und seine Botschaft wird endlich verstanden.

Ausser seinen bekanntesten Bildern : Frauen aus Tahiti am Strand, Frau mit Blume, Amuesement des Kobolts, Das weisse Pferd, Pape moe, Landschaft mit 3 Menschen, hinterliess Gauguin Texte ueber die Kultur der Ma'ohi (1892)  «  die alte Kultur Maori » und im Jahre 1896 « Noa Noa » in Zusammenarbeit mit Charles Morice.  

Sei Werk ist in der ganzen Welt zerstreut und die Ausstellungen, die ihm gewidmet sind, ziehen grosse Menschenmassen an, die durch seine Bilder einen intimen Eindruck des Tahitianischen Exotismus gewinnen.

 
 
Und ausserdem...

 

Sehen Sie unsere Artikel ueber die 100-Jahre-Gedenkfeier im Jahre 2003.

 

Museum und Grab
In Tahiti sehen sie das Museum Gauguin. In Hiva Oa, in der kleinen Stadt Atuona, zeigt ein Museum Kopien von Bildern des Gauguin. Sie koennen auch eine Nachstellen besichtigen von « la maison du jouir = das Haus des Vergnuegens » und den Friedhof mit dem Grab des Koke besuchen (Name, den die Marqueser dem Maler gaben).

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